Bildung braucht Sicherheit statt Sparzwang – für Studierende und Beschäftigte
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Am 13. Oktober 2026
fand am Wiener Universitätsring zwischen Parlament und der Universität Wien eine "Ringvorlesung" statt, bei der die Österreichische
Hochschüler*innenschaft auf die drohenden Sparpläne im Hochschulbereich hingewiesen hat.
Wenn es bei dem in Aussicht gestellten Budgetrahmen für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode 2028-2030, der in den kommenden Wochen die Basis für die Verhandlungen der einzelnen Standorte für der nächsten dreijährigen LV-Periode mit dem Ministerium sein wird, dann bedeutet dies real Kürzungen. Und hier werden nicht nur die Studierende die Auswirklungen spüren, sondern auch die rund 68.000 Beschäftigten an Österreichs Universitäten.
Unterstützung für Protestaktion
Als Vertreter:innen der FSG-Fraktionen in den beiden Universitätsgewerkschaftsbereiche (für wissenschaftliches und künstlerisches Personal und allgemeines Personal) unterstützen wir diese Protestaktionen. Wir unterstützen die Forderungen, dass die Grundlagenfinanzierung der Universitäten in den in der kommenden Leistungsvereinbarungsperiode 2028-2030 nicht nur gesichert, sondern auch schrittweise ausgeweitet werden kann – damit die bisherigen Leistungen in Forschung und Lehre aufrechterhalten werden können und massivere Einschnitte im Studienangebot einerseits und dem Personalbereich anderseits abgewendet werden können.
Über die Hälfte der Uni-Beschäftigten ist befristet beschäftigt (64,4 %) (BMBWF 2024, S. 97). Beim allgemeinen Personal lag der Anteil befristeter Beschäftigungsverhältnisse bei knapp 29 %, im Bereich des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals sind es sogar fast 80 % aller Beschäftigungsverhältnisse.
Für eine nachhaltige, vorausschauende Personalpolitik
Damit die Konsequenzen für diese Gruppe der Beschäftigten nicht nur diejenigen trifft, deren Verträge jetzt in den kommenden Monaten aufgrund der Befristungen auslaufen und nicht verlängert werden, bzw. Nichtnachbesetzungen in Bereichen erfolgen, in den kommenden Monaten Kolleg*innen in Pension gehen, fordern wir schon jetzt von allen zuständigen Verantwortungsträger*innen (im Bundesministerium und in den Rektoraten der einzelnen Standorten), eine nachhaltige, vorausschauende Personalpolitik, die auch in Zeiten budgetärer Knappheit detaillierte Einblicke gewährt, wofür budgetäre Mittel verwendet werden und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Beschäftigungs- und Arbeitssituation der Mitarbeiter*innen stabil zu halten.
Nachhaltige Personalpolitik ist keine Zusatzaufgabe, sondern eine wesentliche Voraussetzung für gute Forschung, gute Lehre und die Aufrechterhaltung von stabilen Arbeitsbedingungen, damit unsere Kolleg*innen ein Umfeld erleben, in dem sie ihre kreativen und exzellenten Leistungen erbringen können.
Wenn weitere Protestvorhaben notwendig werden, werden wir euch frühzeitig darüber informieren und bemühen uns, uns im Vorfeld der Planungen aktiv einzubringen.
Nadja Aichinger
& Angelika Schmidt
Fraktionssprecherinnen FSG Bundesvertretungen 16 & 13
E-Mail.: nadja.aichinger@my.goed.at, E-Mail.: angelika.schmidt@my.goed.at

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